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Endlich zurück!

Liebe Leser dieses verwaisten Blogs,

vielen, vielen Dank für Eure Treue und das, trotz grober Vernachlässigung, anhaltende Interesse.

Es ist viel passiert in unserem Leben. Ich habe mich verliebt. Völlig ungeplant und unerwartet. Da hat sich nichts langsam entwickelt, so dass ich Zeit gehabt hätte mich an den Gedanken und Umstand zu gewöhnen. Nein, er stand plötzlich da! Von heute auf morgen war mein Leben ein anderes. Jede Frau, die diesen Blog liest wird verstehen, dass Liebe auf den ersten Blick mit 51 Jahren gewisse, zunächst einmal dramatische, Veränderungen mit sich bringt. Vor allem, wenn man lebt wie ich!

 

Zeitgleich verliebte sich eine meiner Töchter in einen sehr netten Bayern beim Welpentreffen. Der Zeitpunkt war für Liska nahezu ideal. Zum einen war ihre Mutter komplett abgelenkt, verpasste es also „das Kind“ mit guten Ratschlägen zu versorgen, zum Anderen wusste Constantin sofort, dass sie mit Hunden zu tun hat. Und er war dankbar dafür, hatte seine 9 Wochen alte Sissi ihn schon zu einem Schatten seiner selbst gemacht, wie Freunde behaupteten.

Nun gut, Paul wusste nicht wer ich bin, er hat keinen Hund und bisher keine Berührungspunkte mit Hunden. Er sehnte sich auch nicht nach einem Hund. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt FÜNF! Erkläre mal jemanden, bei dem es dir nicht egal ist, ob er gleich wegrennt, dass Du fünf Hunde hast. Klar zusammen mit den Töchtern aber fünf Hunde sind halt da (drei große, zwei kleine).

Mit Einzug des Hund Nr. 5 haben wir ein Hundezimmer eingerichtet. Vielleicht von einer unbewussten Ahnung getrieben, hielten wir es für eine gute Idee auch mal separieren zu können. Da wir bisher in diesem Zimmer immer gefüttert hatten wurde es von unseren Hunden sehr gerne angenommen. Tuula, der Patterdale Terrier, lebte wochenlang in der Hoffnung, es gibt ab jetzt immer etwas zu essen, wenn ich in das Hundezimmer gehe.

Das Hundezimmer ermöglichte mir Paul langsam an die Hunde zu gewöhnen. Mal war der Eine da mal ein Anderer, gut ausgewählt nach Fähigkeiten und Schwächen. Der bettelnde Nelson war nie während des Essens anwesend. Der temperamentvolle Kurzhaar Ludmilla nie bei der Begrüßung und beim romantischen Spaziergang höchstens zwei von fünf dabei.

Wer Hunde hat weiß jedoch auch, dass die gewisse Eigendynamik der Hunde nicht komplett kalkulierbar ist, sodass die „folgsamen Spaziergänger“ in einer von mir unaufmerksamen Minute doch den Fuchs hochmachten und ihn in einer wilden Hatz quer über das Feld jagten. Der Labrador jede Kloake zum Bad nutzte und zum Schütteln zu uns kam, der Kurzhaar sich nach ausgiebigem Trinken mit den Lefzen voller Wasser etwas Liebe abholen wollte und der Terrier natürlich den Misthaufen gefunden hatte und sein Parfüm stolz trug.

Und Paul hatte Spaß an all dem. Je wilder und frecher die Hunde waren desto mehr Spaß hatte er. Gewisse Grundsätze, die Nichthundehalter an Hundehalter haben trug er auch in sich ohne darauf zu bestehen.

Paul begeisterte das Thema so sehr, dass er bald überlegte: „wenn ich einen Hund möchte, dann einen eleganten Kurzhaar oder einen netten Labi und auf jeden Fall zwei, damit einer nicht so alleine ist.“ Zum Glück beansprucht ihn sein berufliches Leben noch zu sehr und er ist einverstanden „meine“ Hunde zu genießen.

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